als wie goethe

Als Wie Goethe

„Als Wie Goethe“: Ein seltsames Stück deutscher Grammatik entschlüsseln

Als Wie Goethe. Sind Sie jemals in einem alten Buch über einen Ausdruck gestolpert oder haben Sie ihn vielleicht in einem regionalen Dialekt gehört, der nach modernen Grammatikregeln einfach nicht ganz „richtig“ klang? Deutsch, eine Sprache, die reich an Geschichte und regionalen Variationen ist, steckt voller solcher faszinierender sprachlicher Eigenheiten. Eine der bekanntesten und oft diskutierten ist die Konstruktion „als wie“. Und wie man so schön sagt, wurde sie sogar von literarischen Größen wie Goethe verwendet.

Aber was genau bedeutet „als wie Goethe“? Ist es ein Fehler, eine archaische Schönheit oder etwas ganz anderes? Begleiten Sie uns auf unserer Reise in die Welt von „als wie“, erkunden Sie seine historischen Wurzeln, seine heutige grammatikalische Bedeutung und was es uns über die sich ständig weiterentwickelnde Natur der Sprache verrät. Als Wie Goethe

„Als wie Goethe“ verstehen: Die Phrase erklärt

Im einfachsten Fall bedeutet „als wie Goethe“ wörtlich übersetzt „so wie Goethe“. Sofort fällt Ihnen vielleicht die Redundanz auf. Sowohl „als“ als auch „wie“ können im Deutschen als Vergleichswörter fungieren und werden je nach Kontext oft mit „as“ oder „like“ ins Englische übersetzt. Als Wie Goethe

Im modernen Standarddeutschen wird „als“ vorwiegend für Vergleiche der Ungleichheit verwendet (z. B. größer als ich – größer als ich), während „wie“ für Vergleiche der Gleichheit verwendet wird (z. B. so groß wie ich – so groß wie ich). Die Kombination beider Wörter, wie in „als wie“, führt zu einer Redundanz, die in der heutigen Grammatik in der Regel als falsch gekennzeichnet wird. Es ist, als würde man „größer als“ statt „größer als“ sagen. Als Wie Goethe

Wenn es also grammatikalisch redundant ist, warum wird es dann mit einer so angesehenen Persönlichkeit wie Goethe in Verbindung gebracht? Die Antwort liegt in der faszinierenden Entwicklung der deutschen Sprache im Laufe der Jahrhunderte. Als Wie Goethe

Ein Blick in die Vergangenheit: Warum Goethe (und andere) es verwendeten

Der Ausdruck „als wie“ war keine grammatikalische Erfindung von Johann Wolfgang von Goethe, obwohl seine Bekanntheit dafür sorgte, dass er mit der klassischen deutschen Literatur in Verbindung gebracht wurde. Stattdessen war es eine relativ häufige Konstruktion im Deutschen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, genau in der Zeit, in der Goethe seine Meisterwerke schrieb. Als Wie Goethe

Linguisten nennen mehrere Gründe für seine weit verbreitete Verwendung:

  1. Betonung: In manchen Kontexten könnte „als wie” dazu gedient haben, einen Vergleich zu betonen, sodass er definitiver oder anschaulicher klingt.
  2. Dialektischer Einfluss: Viele grammatikalische Regeln, die wir heute als Standard betrachten, waren zu Goethes Zeiten noch im Entstehen begriffen. Regionale Dialekte, in denen „als wie” eine natürliche Äußerung gewesen sein könnte, hatten einen starken Einfluss auf die Schriftsprache.
  3. Fehlende strenge Kodifizierung: Die Standardisierung der deutschen Grammatik, wie wir sie heute kennen, war ein schrittweiser Prozess. Später versuchten normative Grammatiker, die Sprache zu vereinheitlichen und zu regulieren, indem sie häufig Redundanzen wie „als wie” identifizierten und „korrigierten”.

Goethe schrieb, wie viele Autoren seiner Zeit, in dem Deutsch seiner Zeit. Sein Ziel war es, sich auszudrücken, und nicht unbedingt, sich an zukünftige grammatikalische Konventionen zu halten. Wenn Sie seine Werke oder die von Schiller, Lessing oder Kleist lesen, werden Sie gelegentlich auf „als wie“ stoßen – ein Zeugnis der damaligen Sprachform. Als Wie Goethe

Hier sind einige anschauliche Beispiele (obwohl die Suche nach konkreten Zitaten möglicherweise umfangreiche Archivrecherchen erfordert, ist das Konzept gut dokumentiert):

Autor Allgemeine Epoche/Werk Beispielsatz (konzeptionell) Entsprechung im modernen Standarddeutschen

Johann W. Goethe Klassische deutsche Literatur „Er war größer als wie ein Riese.” „Er war größer als ein Riese.” (Er war größer als ein Riese.)

Friedrich Schiller Klassische deutsche Literatur „Sein Mut war kühner als wie der Löwen.” „Sein Mut war kühner als der Löwen.” (Sein Mut war kühner als der der Löwen.)

Gotthold E. Lessing Aufklärung „Nichts ist so wichtig als wie die Wahrheit.“ „Nichts ist so wichtig wie die Wahrheit.“

Heinrich von Kleist Romantik „Die Stadt ist schöner als wie ich dachte.“ „Die Stadt ist schöner als ich dachte.“

Hinweis: Die oben aufgeführten Beispiele dienen der Veranschaulichung der Verwendung und zeigen den historischen Kontext, anstatt direkte, verifizierte Zitate aus den Werken der Autoren wiederzugeben. Das zugrunde liegende Prinzip bleibt jedoch korrekt.

Grammatikpolizei vs. sprachliche Realität: Ist es heute „korrekt”?

Im Bereich des modernen Standarddeutschen lautet die Antwort eindeutig „nein“. „Als wie“ wird im Allgemeinen als grammatikalisch falsch angesehen. Wenn Sie heute Deutsch lernen, werden Ihre Lehrer Ihnen von der Verwendung abraten, da sie es als redundante Konstruktion betrachten. Als Wie Goethe

Dieser Unterschied verdeutlicht den Unterschied zwischen präskriptiver Grammatik und deskriptiver Grammatik:

  • Präskriptive Grammatik: Legt fest, wie Sprache verwendet werden sollte, und stellt Regeln für „Korrektheit“ auf. Dies ist das, was Sie normalerweise in der Schule lernen.
  • Deskriptive Grammatik: Beschreibt, wie Sprache tatsächlich von ihren Sprechern verwendet wird, ohne sie zu bewerten. Dabei werden Variationen, Dialekte und historische Entwicklungen berücksichtigt.

Aus normativer Sicht ist „als wie“ ein Fehler. Aus deskriptiver Sicht war es einst ein gängiges Merkmal der deutschen Sprache und ist auch heute noch in bestimmten regionalen Dialekten vorhanden.

Lassen Sie uns die moderne Verwendung von „als“ und „wie“ klären:

Ausdruck Bedeutung/Verwendung Moderner grammatikalischer Status Beispielsatz

Als Vergleich der Ungleichheit („als“) Korrekt Er ist größer als ich. (Er ist größer als ich.)

Wie Vergleich der Gleichheit („wie“, „ähnlich“) Korrekt Er ist so stark wie ein Bär. (Er ist so stark wie ein Bär.)

Als wie Redundanter Vergleich („so wie“, „als wie“) Falsch (im Standarddeutschen) Er ist größer als wie ich. (Falsch im Standarddeutschen)

Moderne Verwendung und Wahrnehmung

Während „als wie“ aus dem formellen schriftlichen Deutsch und der gebildeten Sprache weitgehend verschwunden ist, kann man es in einigen spezifischen Kontexten noch antreffen:

  • Umgangssprache/Dialekte: In einigen deutschen Dialekten, insbesondere in älteren, wird „als wie“ (oder Varianten davon) von Muttersprachlern möglicherweise noch ganz natürlich verwendet. Dies ist ein Beweis für die anhaltende Kraft der regionalen Sprache. Als Wie Goethe
  • Humor oder archaischer Effekt: Ein Autor oder Redner verwendet „als wie“ möglicherweise absichtlich, um ein Gefühl für die Vergangenheit zu vermitteln, um humorvoll zu sein oder um einen Redner als ungebildet oder aus einer bestimmten Region stammend darzustellen. Es handelt sich um eine stilistische Entscheidung, die jedoch in dem Bewusstsein getroffen wird, dass sie von der Standardgrammatik abweicht.
  • Bildungskontext: In deutschen Sprachlehrbüchern wird es oft als Beispiel für eine archaische oder falsche Konstruktion genannt, die vermieden werden sollte.

Für den Großteil Ihrer deutschen Kommunikation, insbesondere im schriftlichen und formellen Kontext, ist es am besten, sich an „als” für Ungleichheit und „wie” für Gleichheit zu halten.

Über „Als Wie Goethe” hinaus: Weitere verbleibende grammatikalische Besonderheiten

„Als wie” ist nur ein Beispiel dafür, wie sich Sprache im Laufe der Zeit verändert. Deutsch entwickelt sich, wie jede lebende Sprache, ständig weiter. Was einst üblich war, kann archaisch werden, und was einst als falsch galt, kann akzeptiert werden. Denken Sie an einige andere gängige grammatikalische Punkte, die manchmal sogar Muttersprachlern Probleme bereiten: Als Wie Goethe

  • „Weil” mit Hauptsatz-Wortstellung: Historisch gesehen (und in einigen Dialekten auch heute noch) konnte „weil” (weil) eine Hauptsatz-Wortstellung einleiten. („Ich gehe, weil ich Hunger habe.”) Im modernen Standarddeutschen erfordert es eine Nebensatz-Wortstellung. („Ich gehe, weil ich Hunger habe.”)
  • Verwendung des Genitivs: Der Genitiv ist zwar nach wie vor gebräuchlich, wird jedoch manchmal durch Dativkonstruktionen ersetzt (z. B. dem Mann sein Auto statt das Auto des Mannes), insbesondere in der Umgangssprache oder in bestimmten Regionen.
  • „Dass“ vs. „Das“: Für viele ist es eine ewige Herausforderung, zwischen der Konjunktion „dass“ und dem Demonstrativpronomen/Artikel „das“ zu unterscheiden. Als Wie Goethe

Diese Beispiele erinnern uns, ähnlich wie „als wie“, daran, dass Grammatik kein statisches Regelwerk ist, das in Stein gemeißelt ist, sondern ein dynamisches System, das durch Gebrauch, Geschichte und regionale Variationen geprägt ist.

Fazit

Der Ausdruck „als wie Goethe“ bietet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der deutschen Sprache. Er erinnert uns daran, dass selbst die berühmtesten Autoren innerhalb der sprachlichen Konventionen ihrer Zeit schrieben, die sich manchmal erheblich von unseren modernen Standards unterscheiden. Als Wie Goethe

Auch wenn „als wie“ im modernen Standarddeutsch heute als redundant und falsch gilt, bereichert das Verständnis seines historischen Kontexts unsere Wertschätzung für die Entwicklung der Sprache. Wenn Sie also das nächste Mal auf einen alten Text oder einen regionalen Dialekt stoßen, in dem „als wie“ verwendet wird, wissen Sie, dass es sich nicht um einen einfachen Fehler handelt, sondern um ein Relikt einer vergangenen grammatikalischen Ära – ein kleines Echo davon, wie Goethe und seine Zeitgenossen einst sprachen und schrieben. Die Sprache ist schließlich ein lebendiges Museum ihrer eigenen Vergangenheit. Als Wie Goethe

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1: Was bedeutet „als wie Goethe” wörtlich? A1: Es bedeutet wörtlich „wie Goethe”. Der Ausdruck weist auf eine Redundanz hin, da sowohl „als” als auch „wie” in einem Vergleich verwendet werden.

F2: Ist „als wie” im modernen Deutsch grammatikalisch korrekt? A2: Nein, im modernen Standarddeutsch gilt „als wie” als redundant und grammatikalisch falsch. Sie sollten es in formellen Texten und Reden vermeiden. Als Wie Goethe

F3: Warum haben klassische Autoren wie Goethe es verwendet? A3: „Als wie” war im 18. und frühen 19. Jahrhundert zu Goethes Zeiten eine gängige Konstruktion. Möglicherweise wurde es zur Betonung verwendet, war von regionalen Dialekten beeinflusst oder spiegelte einfach die weniger streng kodifizierte Grammatik jener Zeit wider.

F4: Kann ich „als wie“ heute verwenden? A4: Auch wenn es in einigen regionalen Dialekten vorkommen oder absichtlich für humoristische oder archaische Effekte verwendet werden kann, wird davon generell abgeraten. Für eine klare und grammatikalisch korrekte Kommunikation im Standarddeutschen ist es am besten, es zu vermeiden. Als Wie Goethe

F5: Wie vergleicht man im modernen Deutsch richtig? A5:

  • Verwenden Sie „als” für Ungleichheitsvergleiche (z. B. „größer als ich” – größer als ich).
  • Verwenden Sie „wie” für Gleichheitsvergleiche (z. B. „so groß wie ich” – so groß wie ich).